Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Aegidien Osterode
verläßlich geöffnete Kirche  Eine Gemeinde zum Anfassen  verläßlich geöffnete Kirche


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Tag Veranst.
25.05.17
11:15h
Himmelfahrts-
Gottesdienst

auf Gut Uehrde
vom 03.05. bis 16.06. 2017
Ausstellung
Here I stand
zu den Öffnungszeiten
vom 05.05. bis 25.08.2017
39. Osteroder Aegidien-Serenaden 2017
überwiegend ab 19:00 h ==>

Veranstalter
Nds. Chorverband

KinderKirche
alle Innenstadtgemeinden im Gemeindehaus

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Kirchenöffnung


Kirchenöffnung
Mai - Oktober
  • dienstags bis freitags
    10.30 Uhr bis 12.30 Uhr
  • dienstags bis freitags
    15.30 Uhr bis 17.30 Uhr
  • außerdem
  • jeden Samstag 10 Uhr - 12.30 Uhr
  • Turmbesichtigung um 11:00 Uhr
  • während der Sommer-Matineés 10:30 Uhr


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Veranstaltungen:
Aegidien-Serenaden
von Mai bis August

- mehr Infos hier ==>


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Exkurs Kanzel

Exkurs Kanzel

Die dankbare Freude ev. Gemeinden am wiedergewonnenen Gotteswort führte in der Reformation und auch danach bisweilen dazu, an den künstlerisch ausgestalteten Kanzeln theologische Gedanken zum Ausdruck zubringen. Daneben war auch die Frage der guten Hörbarkeit und Sichtbarkeit des Predigers entscheidend. Von dieser Haltung der reformatorischen Väter ist noch heute zu lernen. Auch das lutherische Verständnis von Wort und Sakrament, welches beides als ein und dasselbe nur in verschiedener Art und Weise versteht, legt es keineswegs nahe, Kanzel und Abendmahlstisch einander auszuspielen. Bei Wiederauf- oder Umbauten hat man daher die Kanzel mitunter in unmittelbare Nähe des Abendmahlstisches aufgestellt. 1772 ist dies in St. Aegidien geschehen und so ein Kanzelaltar entstanden. Somit ist der Altar zu einer deutlichen Absage des damaligen katholischen Verständnisses von Wort und Sakrament geworden, wobei das Gedankengut der Zeit der Aufklärung sicher keine unwesentliche Rolle gespielt haben mag.
Wenn auch nicht ursprünglich ist der jetzige Kanzelaltar doch ein zeitgeschichtlich-theologisches Dokument, dessen unveränderte Erhaltung sich darum lohnt
"Hier gibt es etwas zu hören, was für Dich wichtig ist! Denn ich habe Dir etwas zu sagen, zu verkünden, dass Dich aus Deiner Drangsal zu befreien vermag. Hier vorne kannst du schmecken, fühlen, sehen und hören, was es bedeutet Gemeinschaft mit Gott zu haben und zu ihm zu gehören. " Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron her, die sprach: Siehe da, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen. Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!" Off 21, 3-5a Darum erhalten Trauernde Trost, Einsame Gemeinschaft, Verlorene Aufnahme und Verzweifelte Hoffnung.
Auch heute noch geschieht dieses, denn die frohe Botschaft Gottes ist von Christus selbst an die Evangelisten und nun an den Prediger weitergeben. So ist die Kanzel und der Altaraufbau mit Christus und den ihm zur Seite stehenden Evangelisten zur Gemeinde gewand bestückt, und der Prediger (Kanzel) förmlich in ihre Mitte hineingenommen. Damit ist die ungebrochene Linie des Inhaltes der frohen Botschaft verbürgt von den Anfängen bis ins heute. (Daraus ergibt sich natürlich auch Aufgabe und Verpflichtung für den Prediger: " Denn dass ich das Evangelium predige, dessen darf ich mich nicht rühmen; denn ich muss es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige!" 1.Kor 9,16)
Macht der Besucher sich nun auf den Weg zum Altar, ist der Sinn ihn aus der Tiefe empor zu heben (Finsternis-Licht; Erde-Himmel). Ob zufällig oder nicht unterstützt die Kirche äußerlich diesen innerlichen Vorgang. Denn sie weist eine deutliche Steigung von Westen nach Osten, von hinten nach vorne auf. An der Empore abgelesen sind dieses über 20 cm.
Doch das Reich Gottes liegt noch, auch wenn bereits in Christus angebrochen, im Zukünftigen. Der Altaraufbau zeigt somit auch als Wand die Grenze auf, hinter die wir nicht schauen können, die Grenze zwischen den Diesseits und dem Jenseits des irdischen Lebens. Verbindung zum Dahinterliegenden ist aber der auferstandene Christus, welcher auf dieser Wand thront und sein Wort, dass der Gemeinde darum zugewandt (Evangelisten/Prediger) verkündet wird.
Und so gelangt dann das Reich Gottes, das Dahinter in Verheißung von Jenseits ins Diesseits und ermöglicht in der Erwartung auf das Kommende schon jetzt daraus zu leben.
Der Altaraufbau ist darum auch nicht direkt an die Wand gestellt. Denn sichtbar soll werden, es gibt wirklich ein Dahinter und durch die drei Chorfenster symbolisiert: Das Dahinter ist Licht und nicht Finsternis, Leben statt Tod, wie immer das auch im einzelnen dann aussehen mag. (1.Kor 13,12 : Wir sehen jetzt durch einen Spiegel ein dunkles Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, wie ich erkannt bin; 2.Kor 4,7 .. wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.) Auffällig mag sein, dass ein Kreuz oder Kruzifix (Kreuz mit Korpus) an zentraler Stelle in der Kirche zu fehlen scheint. Und ursprünglich befand sich auch eine Kreuzesdarstellung an dem Ort, wo jetzt die Kanzel eingefügt ist. Ist damit aber das Kreuz, die Verkündigung des Leidens und Sterbens Christi als Grund und Voraussetzung unserer Erlösung in den Hintergrund gestellt? Bei genauem Hinschauen erkennt man das große Kreuz der Deckenbalken, welches den gesamten Kirchraum überspannt. Alles, was hier geschieht, geschieht unter dem Kreuz und ist damit in den Machtbereich des Kreuzes gestellt.
Wie bei jeder Taufe das Kreuz über den Täufling geschlagen wird, um dies deutlich zu machen, so auch hier für jeden, der die Kirche betritt. (Zudem ist das "Abendmahl" ohne den Kreuzesgedanken nicht vorstellbar, wie auch der Glaube an die Auferstehung.)
Richtig ist sicher, dass die Kirche weniger den Zusammenhang von Schuld/Sünde und Vergebung/Erlösung betont, als mehr dieses offene: "Kommt alle her zu mir, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!".

(Text © Horst Reinecke)


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Letzte Aktualisierung am 07.12.2016 um 13:08 Uhr
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